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26.02.2026
13:30 Uhr
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Auch KI-Systeme sind ohne Websuche blind. Doch der Suchmarkt ist extrem konzentriert – mit Folgen für Wettbewerb und Souveränität.

Welche Bedeutung hatte Miles Davis für den Jazz und die Musik im Allgemeinen? Zu anspruchsvollen Fragen wie diesen spucken ChatGPT, Perplexity und Konsorten binnen Sekunden ein fertiges Konvolut aus. Warum sollte man sich angesichts dessen noch mit Suchmaschinen beschäftigen, die einem nur Linklisten vor die Füße werfen, welche man einzeln aufrufen und durcharbeiten muss?
Weil ChatGPT & Co. selbst auf das darüber zugängliche Wissen und die aktuellen Informationen angewiesen sind. Oft können sie erst dann sinnvolle, korrekte Antworten liefern, wenn sie eine Suchmaschine konsultieren. Schaut man genau hin, zeigt sich allerdings, dass fast ausschließlich zwei US-Unternehmen den Blick auf das Internet prägen – für Chatbots ebenso wie für Jedermann sonst.
Dieser Artikel beleuchtet die globale Suchmaschinenlandschaft. Wir erklären, weshalb Chatbots erst mit Zugriff auf eine Suchmaschine zu voller Form auflaufen und geben einen Überblick über die weltweit verfügbaren Dienste. Insbesondere gehen wir detailliert auf die Abhängigkeiten vieler Anbieter von wenigen globalen Playern ein, denn wer glaubt, mit einer alternativen Suchmaschine Google zu umgehen, irrt oft: Viele Anbieter hängen technisch am Tropf derselben Konzerne. Was als Vielfalt erscheint, ist häufig nur Fassade.